Was ist Hanfkleie?
Unsere Bio Hanfkleie ist die faserreiche Fraktion des Hanfkuchens, die bei der Herstellung unseres Hanfproteins entsteht. Sie besteht überwiegend aus Schalenbestandteilen sowie geringen weiteren Pflanzenteilen und enthält rund 45 % Gesamtballaststoffe.
Damit ist Hanfkleie eine natürliche pflanzliche Faserquelle zur Ergänzung der Tierfütterung – besonders interessant für Hunde und beim BARFen, aber auch für Pferde und andere geeignete Tiere.
Wie entsteht unsere Hanfkleie?
Am Anfang steht der Hanfsamen, aus dem wir zunächst schonend unser Hanföl pressen. Der dabei entstehende Hanfkuchen wird fein vermahlen und anschließend mechanisch getrennt: Die proteinreiche Fraktion wird zu unserem Hanfprotein, die faserreiche Fraktion aus überwiegend Schalenbestandteilen bildet unsere Hanfkleie.
So nutzen wir ganz unterschiedliche Bestandteile des Hanfsamens sinnvoll weiter. Was für das Hanfprotein herausgetrennt wird, ist für die Hanfkleie gerade das Wertvolle: die faserreichen Bestandteile.
Warum ist Hanfkleie eine interessante Faserquelle?
Mit rund 45 % Gesamtballaststoffen ist unsere Hanfkleie ausgesprochen faserreich. Verantwortlich dafür ist vor allem der hohe Anteil an Schalenbestandteilen, in denen ein wesentlicher Teil der pflanzlichen Fasern des Hanfsamens steckt.
Hanfkleie kann deshalb eingesetzt werden, wenn eine Futterration gezielt um pflanzliche Faserbestandteile ergänzt werden soll. Wir bleiben dabei bewusst bei dem, was unser Produkt tatsächlich ist: eine natürliche, faserreiche Futterkomponente – und kein Futtermittel mit irgendwelchen Heilversprechen.
Ballaststoffe und Rohfaser – ist das dasselbe?
Ballaststoffe und Rohfaser sind nicht dasselbe. Der Rohfaserwert stammt aus einer klassischen futtermittelanalytischen Methode und erfasst nur einen Teil der pflanzlichen Faserbestandteile. Der Gesamtballaststoffgehalt wird anders bestimmt und kann deshalb deutlich höher liegen.
Die von uns genannten rund 45 % beziehen sich auf den Gesamtballaststoffgehalt der Hanfkleie. Gerade bei einem so faserreichen Produkt finden wir diese Unterscheidung wichtig – denn nur so lässt sich der Wert richtig einordnen.
Hanfkleie für Hunde und BARF
Bei BARF und anderen fleischbetonten Fütterungsformen kann Hanfkleie eingesetzt werden, um die Ration gezielt um pflanzliche Faserbestandteile zu ergänzen. Durch ihre feine Vermahlung lässt sie sich unkompliziert unter das übrige Futter mischen.
Wie viel davon sinnvoll ist, hängt vom Hund und vor allem von der Zusammensetzung der gesamten Ration ab. Hanfkleie sollte deshalb als ergänzende Futterkomponente verstanden werden und nicht als pauschaler Ersatz für andere pflanzliche Bestandteile einer individuell zusammengestellten BARF-Ration.
Wer sich grundsätzlicher damit beschäftigen möchte, was eine bedarfsgerechte Fütterung ausmacht und welche Rolle einzelne Nährstoffe, Futtermittel und Futteröle innerhalb einer Gesamtration spielen, findet dazu mehr in unserem Wissensartikel „Tiere richtig ernähren – was bedarfsgerechte Fütterung ausmacht“.
Hanfkleie und Leinkuchen beim BARFen kombinieren
Eine für uns besonders interessante Kombination ist Hanfkleie mit Leinkuchen, weil beide Produkte unterschiedliche Schwerpunkte mitbringen:
Die Hanfkleie liefert mit rund 45 % Ballaststoffen vor allem pflanzliche Faserbestandteile, während unser Leinkuchen einen hohen Anteil pflanzlichen Proteins mitbringt. So lassen sich Faser- und Eiweißkomponente gezielt miteinander kombinieren.
Dafür eignen sich sowohl unser goldener Leinkuchen als auch unser brauner Leinkuchen. Welche Mengen sinnvoll sind, richtet sich immer nach dem Tier und der gesamten Futterration.
Hanfkleie für Pferde
Auch bei Pferden kann Hanfkleie als faserreiche pflanzliche Ergänzung in die Fütterung eingebunden werden. Sie wird dabei der bestehenden Ration zugesetzt und ist nicht als Ersatz für Heu oder anderes Raufutter gedacht.
Gerade hier möchten wir nicht mit pauschalen Wirkversprechen arbeiten. Die geeignete Menge hängt von Tier, Haltung, Fütterung und Gesamtration ab – bei besonderen Anforderungen sollte die Fütterung entsprechend fachlich abgestimmt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Hanfkleie, Hanfmehl und Hanfprotein?
Alle drei Produkte haben ihren Ursprung im Hanfkuchen – unterscheiden sich aber deutlich in ihrer Zusammensetzung und Verwendung.
Hanfmehl entsteht durch das Vermahlen des Hanfkuchens. Protein und faserreiche Bestandteile bleiben dabei gemeinsam erhalten.
Für unser Hanfprotein wird der vermahlene Hanfkuchen weiter mechanisch getrennt. Dabei entsteht eine proteinreiche Fraktion mit etwa 45–50 % Protein.
Unsere Hanfkleie ist gewissermaßen die andere Seite dieser Trennung: In ihr sammeln sich vor allem die faserreichen Schalenbestandteile. Entsprechend liegt ihr Schwerpunkt mit rund 45 % Gesamtballaststoffen klar auf der Faser.
So entstehen aus demselben Ausgangsmaterial drei Produkte mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften – Hanfmehl, Hanfprotein und Hanfkleie sind deshalb nicht einfach verschiedene Namen für dasselbe Produkt.
Wie wird Hanfkleie gefüttert?
Hanfkleie lässt sich unkompliziert unter die bestehende Futterration mischen. Bei Hunden kann sie beispielsweise mit den übrigen Bestandteilen einer BARF-Ration vermengt werden; bei Pferden wird sie als Ergänzung dem gewohnten Futter zugesetzt.
Bei erstmaliger Verwendung empfehlen wir, mit einer kleinen Menge zu beginnen und die Hanfkleie schrittweise in die Fütterung einzubauen. Die konkrete Menge sollte immer zur Tierart, zum individuellen Tier und zur gesamten Futterration passen.
Bei Fragen zu einer bedarfsgerechten Rationsgestaltung – insbesondere bei Tieren mit besonderen ernährungsphysiologischen Anforderungen – sollte die Fütterung mit einem Tierarzt oder einer qualifizierten Futterberatung abgestimmt werden.
Woher kommt unser Hanf?
Für unsere Bio-Hanfprodukte verwenden wir Hanfsaat aus ökologischem Anbau in Bayern. Ein Teil wächst direkt bei uns in Garting, den weiteren beziehen wir von Bio-Landwirten aus dem bayerischen Rottal-Inn.
Vom Hanfsamen über die Ölpressung bis zur weiteren Verarbeitung des Hanfkuchens kennen wir damit nicht nur unsere Rohstoffe, sondern auch den Weg, den sie bei uns in der Ölmühle nehmen.
Mehr über unseren Hanfanbau und die Ölsaaten, die bei uns und unseren Partnerbetrieben wachsen, erfährst du auf unserer Seite über unsere Ölfrüchte und deren Anbau.
Mehr über unseren regionalen Hanfanbau erfahren
Wie sollte Hanfkleie gelagert werden?
Unsere Hanfkleie sollte kühl, trocken und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt aufbewahrt werden. Nach dem Öffnen die Verpackung wieder gut verschließen. Bei sachgerechter Lagerung ist unsere Bio Hanfkleie 18 Monate haltbar.
Die Hanfkleie kann Spuren von Nüssen, Soja, Senf und Sesam enthalten.