Was ist Schwarzkümmelpresskuchen und wie entsteht er?
Schwarzkümmelpresskuchen ist der feste, teilentölte Bestandteil der Schwarzkümmelsaat, der bei der mechanischen Ölpressung entsteht. Für unseren Presskuchen verwenden wir ausschließlich Samen des Echten Schwarzkümmels (Nigella sativa) aus Ägypten.
Bei der Kaltpressung wird ein großer Teil des Öls aus der Saat gewonnen. Zurück bleiben die festen Bestandteile mit einem natürlichen Anteil Restöl. So entstehen aus derselben Schwarzkümmelsaat zwei unterschiedliche Futtermittel: unser Schwarzkümmelöl für Tiere und der proteinreiche Schwarzkümmelpresskuchen.
In unserer Ölmühle führen wir die Pressung besonders schonend durch und halten die Öltemperatur dabei konsequent unter 40 °C.
Was steckt nach dem Pressen im Schwarzkümmelkuchen?
Durch die Ölpressung verändert sich die Zusammensetzung gegenüber der ursprünglichen Saat. Unser Schwarzkümmelpresskuchen enthält rund 35 % Rohprotein, 10 % Rohfett beziehungsweise Restöl und 7 % Rohfaser.
Gerade der hohe Rohproteingehalt prägt den ernährungsphysiologischen Charakter des Presskuchens. Gleichzeitig verbleibt ein natürlicher Anteil des Schwarzkümmelöls im Produkt. Hinzu kommen die Faserbestandteile und weitere natürliche Bestandteile der Saat.
Welche Rolle spielen die Fettsäuren im Restöl?
Mit rund 10 % Restöl enthält der Schwarzkümmelpresskuchen weiterhin einen Teil der natürlichen Fettsäuren des Schwarzkümmelöls. Dabei sollte eine einzelne Fettquelle nicht isoliert betrachtet werden: Entscheidend ist, welche Fette und Fettsäuren bereits über die übrige Ration aufgenommen werden.
Warum dabei insbesondere Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren und ihr Verhältnis zueinander interessant sind, erklären wir ausführlicher in unserem Blogartikel zum Omega-6-/Omega-3-Verhältnis.
Welche Pflanzenstoffe enthält Schwarzkümmelpresskuchen?
Neben Protein, Restöl und Rohfaser verbleiben im Presskuchen weitere natürliche Bestandteile der Schwarzkümmelsaat. Nigella sativa ist insbesondere für seine charakteristischen Pflanzenstoffe und aromatischen Verbindungen bekannt. Dazu gehört auch Thymochinon, dessen Eigenschaften wissenschaftlich intensiv untersucht werden.
Durch die Pressung verteilen sich einzelne Pflanzenstoffe unterschiedlich auf Öl und Presskuchen. Da wir den Thymochinongehalt unseres Presskuchens nicht separat analysiert haben, stellen wir hierfür bewusst keinen konkreten Wert heraus.
Wer tiefer verstehen möchte, woher der charakteristische Geruch und Geschmack verschiedener Ölsaaten und ihrer Öle kommen und welche Rolle flüchtige und aromatische Pflanzenstoffe dabei spielen, findet dazu mehr in unserem Wissensartikel zu Aromen und ätherischen Ölen in Speiseölen.
Schwarzkümmelkuchen für Pferde
Schwarzkümmelpresskuchen wird insbesondere in der Pferdefütterung eingesetzt. Als pflanzliches Einzelfuttermittel bringt er neben seinem hohen Rohproteingehalt auch natürliches Restöl und Faserbestandteile in die Ration ein.
Wie sinnvoll er eine bestehende Fütterung ergänzt, hängt dabei immer auch von der Zusammensetzung der gesamten Ration ab.
Wie füttert man Schwarzkümmelkuchen beim Pferd?
Der Presskuchen kann einfach unter das gewohnte Futter gemischt werden. Wird Schwarzkümmel erstmals gefüttert, empfiehlt es sich, mit einer kleineren Menge zu beginnen und die individuelle Akzeptanz und Verträglichkeit zu beobachten.
Die passende Fütterungsmenge hängt unter anderem von Körpergewicht, Gesamtration, bereits vorhandenen Protein- und Fettquellen sowie dem jeweiligen Fütterungsziel ab.
Wie schmeckt Schwarzkümmelkuchen?
Schwarzkümmel besitzt einen ausgeprägten Eigengeschmack. Auch der Presskuchen schmeckt kräftig, würzig-herb und leicht bitter.
Die Akzeptanz kann von Tier zu Tier unterschiedlich sein. Gerade zu Beginn kann es deshalb sinnvoll sein, den Schwarzkümmelkuchen zunächst in kleiner Menge unter das gewohnte Futter zu mischen.
Können auch Hunde Schwarzkümmelkuchen bekommen?
Schwarzkümmelkuchen wird nicht ausschließlich in der Pferdefütterung eingesetzt. Auch bei Hunden kann er je nach Fütterung als pflanzliches Einzelfuttermittel in die Ration integriert werden.
Dabei sollten Körpergewicht, Art der Fütterung sowie bereits vorhandene Protein- und Fettquellen berücksichtigt werden. Gerade bei selbst zusammengestellten Rationen oder BARF ist deshalb die gesamte Ernährung entscheidender als die isolierte Betrachtung eines einzelnen Futtermittels.
Auch beim Hund empfiehlt es sich, Schwarzkümmelkuchen zunächst in kleiner Menge einzuführen und die individuelle Akzeptanz zu beobachten.
Wie viel Schwarzkümmelkuchen braucht mein Tier?
Eine universelle Tagesmenge für jedes Pferd oder jeden Hund würde den unterschiedlichen Rationen und Tieren nicht gerecht. Für die passende Fütterungsmenge spielen insbesondere Tierart, Körpergewicht, Gesamtration, vorhandene Protein- und Fettquellen, Fütterungsziel und individuelle Verträglichkeit zusammen.
Wie sich Presskuchen, Futteröle und andere Ergänzungen sinnvoll in die Ernährung unterschiedlicher Tiere einordnen lassen, erklären wir ausführlicher in unserem Ratgeber „Tiere richtig ernähren: Was eine bedarfsgerechte Fütterung ausmacht“.
Was unterscheidet Schwarzkümmelkuchen von Schwarzkümmelöl?
Beide Produkte entstehen aus derselben Ölsaat, besitzen nach der Pressung aber deutlich unterschiedliche Nährstoffprofile.
Schwarzkümmelöl bildet die flüssige Ölfraktion der Saat ab und besteht entsprechend überwiegend aus Fett beziehungsweise Fettsäuren und den darin enthaltenen Pflanzenbegleitstoffen.
Schwarzkümmelpresskuchen ist dagegen die feste, teilentölte Fraktion. Bei unserem Presskuchen stehen rund 35 % Rohprotein, etwa 10 % Restöl und rund 7 % Rohfaser im Mittelpunkt.
Öl und Presskuchen sind damit nicht einfach zwei Formen desselben Futtermittels. Je nachdem, welche Bestandteile eine bestehende Ration ergänzen sollen, können sie unterschiedliche ernährungsphysiologische Beiträge leisten.
Wer gezielt ein pflanzliches Futteröl sucht, findet hier unser kaltgepresstes Schwarzkümmelöl für Pferde und Hunde.
Warum kann Schwarzkümmelkuchen unterschiedlich aussehen?
Unser Schwarzkümmelpresskuchen entsteht unmittelbar bei der mechanischen Pressung und wird anschließend nicht zu einheitlichen Pellets oder einem standardisierten Formprodukt weiterverarbeitet.
Seine natürliche Struktur kann deshalb je nach Pressung zwischen gröberen Flakes und feinerem Schrot variieren. Diese Unterschiede sind produktionsbedingt und kein Qualitätsmangel.
Wie lagert man Schwarzkümmelkuchen richtig?
Durch sein natürliches Restöl sollte Schwarzkümmelpresskuchen vor Wärme, Licht und Feuchtigkeit geschützt werden. Wir empfehlen eine kühle, trockene und dunkle Lagerung in einem gut verschlossenen Gebinde.
Wie lange ist Schwarzkümmelkuchen haltbar?
Bei sachgerechter Lagerung beträgt die Haltbarkeit unseres Schwarzkümmelpresskuchens 18 Monate.